Über mich

Als Kulturwissenschaftlerin, Sprachliebhaberin und Mutter eines dreisprachigen Kindes bringe ich all das nötige Wissen mit, um Dich auf Deinem Weg der frühen Mehrsprachigkeit bestens zu begleiten!

Zweisprachig aufwachsende Kinder sind in Deutschland seit langem schon keine Seltenheit mehr und Familien in denen sogar mehr als zwei Sprachen gesprochen werden sind immer häufiger zu finden. Für meine Familie und ich trifft das zu, d­enn:  Ich bin in Frankreich geboren und aufgewachsen – meine Muttersprache ist Französisch, ich kam im Rahmen meiner Promotion endgültig nach Deutschland -, mein Mann ist hier, in Deutschland, in einer türkischen Familie geboren und mit zwei Sprachen aufgewachsen. So kommt es, dass unser Sohn trilingual aufwächst (um ihn zu schützen verwende ich den falschen Namen Liam).


Für uns war vor der Geburt schon ganz klar: Ich würde mit Liam Französisch reden, mein Mann Türkisch, und Deutsch würde er im Umgang mit Freunden und in der Kita lernen. Nicht selten wurden wir mit großen Augen angeschaut: Drei Sprachen, wird das nicht zu viel? Für uns stellte sich die Frage nicht: Es war uns zu wichtig, dass er mit unseren Familien von beiden Seiten kommunizieren kann und auch mit unseren Kulturen durch die Sprachen in Berührung kommt. Außerdem hatten wir Glück: Dank meines Studiums im Bereich Sprach- und Kulturwissenschaften wusste ich, dass es funktionieren würde und was wir als Eltern tun mussten. Doch nach einer Zeit merkten wir, dass das OPOL-System, d.h. das System wo jeder Elternteil nur eine Sprache mit dem Kind spricht, nicht ausreichen würde damit Liam im Französischen und Türkischen eine starke und vor allem aktive Kompetenz erlangt. Mit aktiver Kompetenz meine ich die Fähigkeit, Wörter und Sätze in dieser Sprache zu produzieren (und nicht nur zu verstehen).


So begann ich mich sehr intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen, zahlreiche Fachbücher zu lesen und mich mit Kollegen aus dem Fachbereich auszutauschen. Und so entwickelte ich, u.a. mit Hilfe meines Mannes der im Umgang mit Kleinkindern oft sehr kreativ ist, Strategien und sprachfördernde Spiele für den Alltag. Diese Strategien und Spiele erprobten wir zu Hause und es stellte sich heraus, dass sie eine sofort sichtbare positive Wirkung auf die Sprachentwicklung von Liam hatten. Wir ließen dann Freunde und Bekannte diese ebenfalls probieren und auch sie waren begeistert: innerhalb kürzerster Zeit stellten sie positive Veränderungen im Sprachverhalten ihrer Kinder fest.


Im Laufe der Jahre ist mir klar geworden, dass viele Eltern in ihrem Umgang mit der Mehrsprachigkeit ihres Kindes oft unsicher sind, viele Fragen und Zweifel haben. Mir ist auch aufgefallen, dass bei vielen die Sprachentwicklung hätte anders verlaufen können, wenn sie von Anfang an die richtige Strategie für ihre Familie ausgesucht hätten. Und somit beschloss ich, eine Tätigkeit als Beraterin auszuüben und u.a. Kurse für Eltern zu diesem Thema anzubieten. 


Das Thema frühkindliche Mehrsprachigkeit ist längst in der Forschung angekommen und bekommt auch auf politischer und institutioneller Ebene immer mehr Aufmerksamkeit. Doch es gibt noch viel zu tun bis Mehrsprachigkeit als Normalität wahrgenommen wird. Und vielerorts begegnen Eltern skeptische Blicke und kritische Stimmen, die Zweifel hervorrufen. Dies stelle ich im Rahmen meiner Beratungen immer wieder fest. Deshalb finde ich es essentiell, Eltern, die ihre Kinder mehrsprachig erziehen wollen, das Rüstzeug und Wissen mitzugeben, um dieser Herausforderung gut begegnen zu können. Denn Mehrsprachigkeit birgt eine großartige Chance, dennoch ist sie mit Arbeit verbunden.


Wir alle haben ein gemeinsames Ziel: dass unsere Kinder sich gut entwickeln und Fähigkeiten haben, die ihnen ermöglichen, glücklich zu sein. Und meiner Meinung nach ist die wichtigste Fähigkeit die Sprachkompetenz. Denn sie ist die Grundvoraussetzung, um sich mit der Welt auseinandersetzen zu können; und sie bildet auch die notwendige Grundlage für eine spätere erfolgreiche Bildung.


Die Grundlagen, die wir Eltern in den ersten Jahren des Lebens setzen haben einen Einfluss auf den späteren Verlauf und vor allem auf die Bindung unserer Kinder zur Sprache und auf ihre Motivation, Sprachen zu lernen und diese weiter zu entwickeln. Heutzutage kommen zu viele Kinder (mit oder ohne Migrationshintergrund) mit Sprachdefiziten in die Schule, welche sich auf ihre Persönlichkeitsentwicklung, Lernlust und schließlich auch auf die Schullaufbahn auswirken. Deshalb ist es so wichtig, von Anfang an die richtigen Rahmenbedingungen für eine gute Sprachentwicklung zu schaffen. Und ich will Dir dabei helfen!

Kernwörter: bilinguale Erziehung; zweisprachige Erziehung; mehrsprachige Erziehung; mehrsprachig erziehen; Sprachförderung; Sprachentwicklung; Sprachstörung; Sprachspiele; Wie lernen Kinder sprechen; Mehrsprachigkeit